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Sonntag, 22. August 2021

"Kann ich jetzt bitte mein Herz zurückhaben?" von Sophia Money-Coutts


  

Details

Sophia Money-Coutts

Roman

560 Seiten

Penguin

Deutsch

13.01.2020



Kurzbeschreibung

Polly geht es prima, danke der Nachfrage! Klar, sie ist 30 und immer noch Single – aber ihre Mum und ihr bester Freund sind immer für sie da. Und im letzten Jahr hatte sie immerhin ZWEIMAL Sex (beide Male mit einem schwedischen Banker namens Fred). Also ernsthaft, Polly geht es gut! Auch wenn sie immer noch für das Klatschmagazin »Posh!« arbeitet und über die Lieblingshunderassen des britischen Adels schreibt. Da erhält sie den Auftrag, den attraktiven Jasper, Marquess von Milton, auf seinem Landsitz zu interviewen. Natürlich kennt Polly die Gerüchte über den notorischen Herzensbrecher. Auf gar keinen Fall wird sie seinem berühmt-berüchtigten Charme verfallen. Doch dann geht in Pollys Leben mit einem Mal alles drunter und drüber...

Meine Meinung

Das Buch von außen ist wirklich sehr hübsch anzusehen, und da mich das Cover schon begeistern konnte, war ich natürlich gespannt auf den Inhalt, denn die Kurzbeschreibung las sich schon unterhaltsam und kurzweilig.
Ich bin mir allerdings nicht ganz so sicher, wie ich das Gesamtpaket bewerten soll.

Polly ist wirklich ein sympathischer und lustiger Charakter, aber mich hat es schon gestört, dass sie sich so sehr über ihren Körper und ihr Sex-Verhalten zu definieren schien, ob sie in einer Beziehung ist oder eben Single. 
Die Handlung selbst hat mich gut unterhalten, selbst wenn der Verlauf doch vorhersehbar war. Auch waren einige Stränge in der Geschichte etwas zu langatmig, da hätte es geholfen, wenn man sie kürzer gestaltet hätte. Doch durch den britischen Humor der Autorin, der wirklich sehr gut zur Geltung kam, und dem lebendigen und angenehmen Schreibstil war es nie wirklich langweilig.

Gute und lustige Unterhaltung ist mit Polly und ihrer Geschichte wirklich garantiert.


Donnerstag, 29. Oktober 2020

"Aus allen Wolken fällt man leicht" von Valerie Korte

 


Details

Valerie Korte

Roman

352 Seiten

Lübbe

Deutsch

28.08.2020




Kurzbeschreibung

Julia hat ein perfektes Leben - wenn auch nur auf Instagram. Stets top gestylt setzt sie dort die selbst entworfenen Armbänder in Szene, die sie in ihrem Online-Shop verkauft. In Wirklichkeit allerdings ist ihr Kölner Loft nur eine kleine Souterrainwohnung, Töchterchen Fee keineswegs eine verträumte Elfe und der Göttergatte längst ihr Ex. Ein Lichtblick in Julias Alltag ist der Bildhauer Alex von gegenüber, den sie gern heimlich bei der Arbeit beobachtet. Bis er beim Verkauf seiner Werke ihre Hilfe zu brauchen scheint. Plötzlich steht Julia vor der Frage: Wie viel ungeschöntes Leben verträgt die große Liebe?

Meine Meinung

Ich hatte mir mit dem Buch einen wirklich leichten Roman vorgestellt, zusammen mit der Thematik Social Media und der Verwicklung zwischen dem Online-Ich und dem wirklichen Ich. 
Es war krass zu lesen, in wie weit sich die Protagonistin in ihrem Online-Selbst doch verlieren kann, auch im Hinblick dazu, dass sie so konzentriert darauf war, ihr Online-Leben zu faken, dass sie ihre Umgebung und damit auch ihre Tochter an Stellen vernachlässigte. Allerdings fande ich es ziemlich schade, dass ich gefühlt keine Möglichkeit hatte, Julia als Protagonistin richtig kennenzulernen. Sie blieb für mich unsympathisch und konnte das im Laufe der Handlung auch nicht ändern.

Die Handlung zog sich ein wenig sehr in die Länge und die Thematik blieb trotzdem sehr oberflächlich. Dadurch verliert sich das gesamte Bild irgendwie ein wenig zwischen den Seiten, denn bis Julia auf Alex trifft bleibt es wenig spannend. Leider hielt es nicht sonderlich lange an und die Handlung wurde wieder zäh zum Lesen. 
Hier war es auch relativ mühsam, sich durch die Beschreibungen der Instagram-Posts zu lesen, aber über Hintergründe oder der Vergangenheit von Julia so wenig zu erfahren.

Punkten konnte die Autorin auf jeden Fall mit ihrem Schreibstil, leicht und angenehm ließ sich der Text lesen und brachte mich gut durch die Seiten. Manche Beschreibungen hätten schöner ausgeschmückt werden können, aber das ist Geschmackssache.

Wer sich mit einem leichten Roman ablenken mag, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Ich für mich hätte mir einfach mehr gewünscht, denn die Thematik hat auf jeden Fall Potential.

Sonntag, 27. Oktober 2019

"Dunkelgrün fast schwarz" von Mareike Fallwickl



Details

Mareike Fallwickl
Roman
480 Seiten
Penguin Verlag
Deutsch
12.08.2019





Kurzbeschreibung

Moritz und Raffael waren schon als Dreijährige beste Freunde. Doch dann taucht eines Tages eine Neue in der Schule auf: Johanna. Vom ersten Augenblick an sind beide von ihr fasziniert. Eigentlich ist klar, wer die Zuneigung des Mädchens gewinnen wird. Schon immer war Raffael der Selbstbewusste, der mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz nur der Mitläufer. Doch Johanna spielt ihr eigenes Spiel – bis die Freundschaft der beiden Jungen zerbricht. Jetzt, 16 Jahre später, steht Raffael plötzlich vor Moritz‘ Tür. Und auf einmal scheint die Vergangenheit wieder da zu sein, die Erinnerung an ihre Jugend und an all das, was zwischen ihnen kaputtgegangen ist – und an Johanna, die immer noch zwischen ihnen steht.

Meine Meinung

Selten hab ich ein Buch in der Hand gehabt, dass wirklich bei den ersten Sätzen einen mitreißt und nicht mehr loslässt. 
Diese Geschichte fühlt sich beim Lesen so groß an und obwohl ich nicht der große Fan von Dreiecksgeschichten bin, muss ich sagen, dass diese hier eine Menge ausmacht, da sie hier zeigt, wie toxisch eine Freundschaft sein kann.

Der Schreibstil ist fesselnd und detailliert, Mareike Fallwickl schreibt sehr authentisch und bildlich, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind ebenfalls greifbar und sehr gut durchdacht, spannend und interessant dargestellt. Die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven und Erinnerungen war auch sehr ansprechend und ich hatte das Gefühl, mehr zu wissen, als bei einer durchgängigen Handlung.

Die Geschichte ist keine leichte Kost, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Dienstag, 16. Februar 2016

"Trywwidt - Die Kaiserin der ewigen Nacht" von Klara Bellis


Seitenzahl: 643 Seiten

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 01.09.2015















Kurzbeschreibung:

Käferkacke! - Die Elfe Trywwidt hat es vermasselt. Ausgerechnet während ihrer Wache ist die gefährlichste aller Pflanzen aus dem Gewächshaus verschwunden: die »Kaiserin der ewigen Nacht«. Die gesamte Menschheit ist in Gefahr. Schnell weiß Trywwidt, wo die blutsaugende Pflanze steckt: ausgerechnet bei Klaus, dem wohl vertrotteltsten Botaniker der Welt! Die Zeit wird knapp. Gestrandet in der Menschenwelt, sucht die Elfe einen Verbündeten für ihre Jagd auf die Blutsaugerin. Am besten einen, der sich ebenfalls mit dem Saugen von Blut auskennt. Aber kann sie ihrem Helfer wirklich vertrauen? Schon bald muss Trywwidt begreifen, dass die mörderische Pflanze ihr geringstes Problem ist. Wer wissen will, was die »Kaiserin der ewigen Nacht« mit der Pest im Mittelalter zu tun hat; wie wundersam die Erotik zwischen Elfen und Vampiren ist und mit welchen absonderlichen Schimpfwörtern Elfen nur so um sich werfen, ist hier bestens aufgehoben. Klara Bellis’ Roman ist unglaublich spannend und höchst amüsant. Für alle Fans von toughen Heldinnen, finsteren Schurken und Vollmilchschokolade. Hinweis für Allergiker: ACHTUNG! Dieses Buch kann Spuren von Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern enthalten.

Meine Meinung:

Fluchende Elfe trifft auf Blutsauger, wer freut sich nicht über so ein Buch aus dem Fantasy-Bereich? Mit "Trywwidt - Die Kaiserin der ewigen Nacht" hat Klara Bellis solch eine Geschichte gezaubert und nimmt den Leser mit in eine spannende Story auf der Jagd nach einer gefährlichen Pflanze.

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz so leicht, denn sowohl kurze Kapitel als auch wechselnde Charaktere und Schauplätze bestimmen die Geschichte am Anfang. Hat man sich aber durch das Kennenlernen der verschiedenen Charaktere durchgewrungen wird man als Leser sehr gut unterhalten, das liegt größtenteils wahrscheinlich dann auch an den Flüchen, die Elfin Trywiddt immer wieder rausrutschen.
Die Geschichte baut sich nach und nach immer spannender auf und hält einige Überraschungen bereit. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben, die einigen sehr sympathisch, die anderen weniger, eine sehr gute Mischung.

Wer Fantasy mag, wird auch "Trywwidt - Die Kaiserin der Nacht" mögen. Gerade die Mischung mit Elfenwesen und Vampiren macht das Buch schon etwas besonders.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

"Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater

Bildquelle: amazon.de

Originaltitel: The Raven Boys

Seitenzahl: 464 Seiten

Verlag: sript5

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 09.10.2013

ISBN: 978-3839001530









Kurzbeschreibung:

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Meine Meinung:

"Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater gehört zu meinen Lieblingsbüchern und das hat wirklich seinen Grund. Nicht nur der Schreibstil packt mich bei jedem Buch, dass ich von ihr lese, die Stimmung und die Settings sind einfach wunderbar und ich kann mich immer relativ schnell in ihnen einfinden.

Auch die Charaktere sind super stimmig auf die Umgebung abgepasst.
Blue ist ein etwas anderer Charakter, was fast kein Wunder ist, wo sie doch mit ihrer Mutter und deren Freundinnen unter einem Dach wohnt, die alle beruflich mit Wahrsagen zu tun haben. Sie selbst hat diese Fähigkeit nicht, was sie deswegen in der Familie schon anders macht. Ich mochte ihre Art gleich von Anfang an und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Gansey und seine Freunde, Ronan, Adam und Noah, waren mir ebenso gleich sympathisch, auch wenn ihr erstes richtiges Auftreten alles andere als sympatisch erscheint, so empfindet Blue es zumindest und es wird auch dem Leser klar. Dennoch entwickeln die Fünf eine Freundschaft, die ich wirklich unterhaltsam fand.

Die Hintergrundgeschichte des Buches hat mich auch sofort gepackt, ich fand es äußerst angenehm und wissenswert, etwas über die sogenannten Ley-Linien zu lesen und gleichzeitig auch zu lernen. Der mystische Aspekt in der Handlung kommt demnach nicht zu kurz und ich konnte kaum das Buch weglegen, weil ich unbedingt immer wieder wissen musste, wie es weiter geht.

Am Ende des Buches bleiben nicht allzu wenige Fragen doch offen, aber das verspricht einfach nur mehr in den nächsten Büchern.

"Wen der Rabe ruft" ist ein sehr gelungener Einstieg in eine mystische Handlung, wo Tod und Wahrsagerei eine große Bedeutung haben. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände, vor allem, wie sich die Charaktere entwickeln werden und wie der Verlauf der Story weiter voran schreitet.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.

Mittwoch, 23. September 2015

"Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon

Bildquelle: amazon.de

Originaltitel: Everything Everything

Seitenzahl: 336 Seiten

Verlag: Dressler

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 17.09.2015

ISBN: 978-3791525402










Kurzbeschreibung:

Am Anfang war ein Traum. Und dann war Leben! Wenn ihr Leben ein Buch wäre, sagt Madeline, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern: Heute ist genau wie gestern und morgen wird sein wie heute. Denn Madeline hat einen seltenen Immundefekt und ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Doch dann zieht nebenan der gut aussehende Olly ein - und Madeline weiß, sie will alles, das ganze große, echte, lebendige Leben! Und sie ist bereit, dafür alles zu riskieren. So hat man die Liebe noch nie gelesen! Das neue Lieblingsbuch für Töchter und ihre Mütter: Eine außergewöhnlich berührende Liebesgeschichte für Fans von Jojo Moyes und John Green mit besonderen Illustrationen, Skizzen, Notizen und E-Mails.

Meine Meinung:

Madeline ist mit einer seltenen Immunerkrankung auf die Welt gekommen, das bedeutet, ihr Leben wird bestimmt von Luftfiltern und einem sterilen Haus, denn alles könnte ihren Tod bedeuten. Sie hat sich mit ihren 18 Jahren damit abgefunden, sie lernt über das Internet und kann sich auch sonst gut beschäftigen, nicht zuletzt mit den Film- und Spiele-Abenden mit ihrer Mutter. Doch alles ändert sich, als neue Nachbarn in das Haus nebenan einziehen. Madeline kann sich nicht mehr der Welt draußen verschließen, woran nicht zuletzt Olly, der Nachbarsjunge, Schuld ist.

Die Geschichte über Madeline ist überaus gefühlvoll und berührend geschrieben. Man lernt sie als ein starkes Mädchen kennen, die sich mittlerweile sehr an ihren sterilen Alltag gewöhnt hat. Sie weiß, dass sie außerhalb des Hauses sterben könnte, und geht damit ganz normal um. Ich konnte mich in ihr Leben schnell einfinden, das Buch zeigt immer wieder Ausschnitte aus ihrem jetzigen Leben, welche überaus witzig und jugendlich dargestellt sind.
Olly, der mit seiner Familie in das Nachbarhaus wird, entfacht in ihr einen Wunsch nach viel mehr und eine heimliche Rebellion gegen ihre Krankheit und auch gegen ihre Mutter beginnt.

Die Szenen zwischen Olly und Madeline sind super geschrieben, man bekommt richtig mit, wie sie sich nach und nach immer annähern, nicht zuletzt auch über das Chatten. Kleine Annäherungen bei ihren heimlichen Treffen im Wintergarten sind so einfühlsam geschrieben, als ob man direkt dabei sitzt. Man bangt und fiebert richtig mit, dass sich zwischen den beiden eine ganz normale Liebe entwickeln kann, trotz Madelines Krankheit.

Man rechnet am Ende mit vielen Dingen, die passieren könnten. Die Wendung war einerseits vorhersehbar, andererseits aber dennoch so überraschend. Die Handlungen sind vielleicht schwierig nachzuvollziehen, aber dennoch hab ich genau diese auch verstehen können.

Ich bin ehrlich begeistert über das Design und den Aufbau des Buches. Man erwartet am Anfang einen ganz normalen Fließtext, allerdings wird man hier wirklich überrascht. Durch das gesamte Buch ziehen sich immer wieder einzelne Szenen, Grafiken und Zeichnungen und es ist so abwechslungsreich, dass man, ohne es zu wissen, das Buch relativ schnell durchlesen kann.

"Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" von Nicola Yoon ist ein absolut berührendes Buch über unschuldige Liebe und dem Allein sein. Das Buch hat es auf jeden Fall geschafft, meinen Blick für die Welt nochmal ein wenig zu ändern :) Für mich gehört es zu meinen Lieblingsbüchern aus diesem Jahr und ich kann es allen nur empfehlen.

Montag, 7. September 2015

"Glasgow RAIN" von Martina Riemer

Bildquelle: amazon.de

Seitenzahl: 298 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 18.03.2014

ISBN: 978- 1496061850










Klappentext:

Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz.
Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennengelernt hat, bekommt sie das beklemmende Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Zusätzlich jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein, bis sich Vic nicht mehr sicher ist, ob sie verrückt wird oder ob tatsächlich etwas vor sich geht. Bald verliert sich Vic in dem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält? Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?

Meine Meinung:

Vic ist noch ein kleines Mädchen, als ihre Mutter stirbt und sie, trotz des Einsatzes ihrer Tante, bei ihrem gefühlskaltem Vater lebt. Sie hat gelernt, ihre Gefühle nicht auszuleben, da ihr Vater sie auf der Beerdigung ihrer Mutter ermahnt hat, stark zu sein. Demnach sehen auch ihre Beziehungen aus. Bis sie auf Rafael trifft, dem Sohn der Haushaltshilfe. Erst kann sie ihn nicht ausstehen und es scheint, als würde er auf einmal überall auftauchen, wo sie auch ist. Nach und nach lernt sie Rafael besser kennen und verliebt sich in ihn. Alles wäre wunderbar, wenn Vic sich nicht die ganze Zeit beobachtet vorkommen würde und nicht auch noch seltsame Frauenmorde in Glasgow Schlagzeile machten. Hängen all diese Dinge zusammen?

Die Inhaltsangabe hat mich bei dem Buch schon recht neugierig gemacht. Am Anfang hatte ich auch danach den Eindruck, dass es ein Buch aus dem Fantasy-Bereich ist ala Vampire oder dergleichen. Deswegen war ich dann doch ein wenig verwundert, als ich dann das Buch zu lesen anfing und auf nichts dergleichen traf. Trotzdem gefiel mir das, was ich da las, eigentlich ganz gut.

An sich ist die Storyline schon gut durchdacht. Ich mag ja gern diese Klischee-Bücher, reich und arm verlieben sich, aber irgendwer ist soweiso dagegen. Deswegen war es für mich auch nicht verwunderlich, dass sich da was zwischen Vic und Rafael anbahnt. Ihre Liebesgeschichte ist sehr authentisch geschrieben: Vic, die sich in ihren Gefühlen sehr verschlossen hat und eher alles oberflächlich gesehen hat, lernt durch Rafael gefühlvoller zu sein und sich auch langsam auf eine andere Person mehr einzulassen. Da ist es auf jeden Fall nachvollziehbar, dass sie Angst um diese zarte Liebe zu Rafael hat und alles tut, um sie beschützen zu können.
Der Thriller-Faktor war ein wenig seltsam, muss ich gestehen. Die Frauenmorde werden erwähnt, es gibt einen Zusammenhang zu allen Morden, da fragte ich mich, wie Vic drauf kam, dass sie dazu gehören könnte. Auch hab ich die Morde schnell wieder vergessen und bin erst wieder aufmerksam geworden, als sie durch den Zeitungsartikel wieder erwähnt wurden. Es war klar, dass die Liebesgeschichte zwischen Vic und Rafael im Vordergrund stehen würde, aber es war dann doch ein wenig seltsam und verwirrend, wieder von den Morden zu lesen.
Was mir dennoch aber auch gut gefiel, war die Aufklärung des Ganzem. Ich empfand das Ende als sehr spannend und gut durchdacht.
Insgesamt hätte ich mir schon gewünscht, dass alles mehr und mehr ineinander verstrickt gewesen wäre, sodass nicht scheinbar wichtige Details in den Hintergrund rücken und ich als Leser an sie gar nicht mehr denke.

Trotz allem ist Glasgow RAIN ein sehr gelungenes Buch, was mir auch gut gefallen hat und ich habe es gern gelesen. Liegt wahrscheinlich auch am Schreibstil von Martina Riemer, der sehr flüssig zu lesen ist und selbst durch kleine Abschweifungen immer auf dem Punkt ist.
Weitere Bücher der Autorin stehen auf jeden Fall auf meiner Liste und Glasgow RAIN kann ich gern für alle empfehlen, die sich nach einer zarten Romanze mit ein bisschen Thriller sehnen.

Montag, 24. August 2015

"50 Tage: Der Sommer meines Lebens" von Maya Shepherd

Bildquelle: amazon.de

Seitenzahl: 241 Seiten

Verlag: Selfpublish

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 31.07.2015

ISBN: 978-3738625936











Klappentext:

Der Sommer 1965 ist der letzte vor Jades 18.Geburtstag. Die Beatles regieren die Charts, Blue Jeans erobern den Modehimmel und Jade erwischt ihren Freund dabei wie er ausgerechnet ihre beste Freundin Katie küsst. Ihre Welt zerspringt in tausend Teile und der Sommer scheint ins Wasser zu fallen. Ihre Eltern haben überhaupt kein Verständnis für den Liebeskummer ihrer Tochter und bestehen darauf, dass sie trotz allem im Sommer gemeinsam mit Katie ins Camp fährt. Doch Jade schmiedet eigene Pläne. Ein abenteuerlicher Roadtrip entlang der Route 66 beginnt und während Jade versucht vor ihren Problemen davonzulaufen, wartet die große Liebe bereits an der nächsten Kreuzung auf sie. Ein Sommer voller Träume, Hoffnungen und Herzklopfen, doch dann stellt sich das Schicksal ihr mit aller Macht in den Weg… (amazon.de)

Meine Meinung:

Jade ist 17 Jahre, lebt in Chicago und ist gerade bitterlich enttäuscht worden, nicht nur von ihrem Freund, sondern auch von ihrer besten Freundin. Nachdem sie die beiden beim Küssen erwischt hat, will sie auf gar keinen Fall mehr ins Sommercamp, wo sie ihrer besten Freundin Katie nicht aus dem Weg gehen kann. Von ihren Eltern gezwungen sitzt sie missmutig zwischen all den anderen aufgeregten Jugendlichen im Bus zum Camp. An einer Raststätte beschließt sie, nicht mit ins Camp zu fahren, und versteckt sich mutig in einem fremden Wagen. Der Besitzer des Autos, Jason, ist nicht gerade begeistert, als er sie auf der Rückbank findet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelt sich zwischen den beiden etwas und Jade erlebt mit Jason den Sommer ihres Lebens.

Das Buch ist eine super Sommerlektüre und nimmt einen sofort mit in den Sommer 1965. Man lernt Jade kennen, gerade als sie in Liebeskummer versinken mag. Ihr Freund und ihrer beste Freundin haben sie betrogen und sie will ihren Sommer auf keinen Fall im Sommercamp verbringen. Um einen unvergesslichen Sommer zu erleben, steigt sie heimlich in einen schwarzen Mustang und fährt bei Jason, dem der Mustand gehört, mit. Es ist ein Auf und Ab mit den beiden, aber zwischen ihnen bahnt sich etwas an und man fiebert richtig mit. Allerdings ist Jade von Jasons Reaktionen oft verwirrt und weiß nicht recht, woran sie bei ihm ist. Auch als Leser fragt man sich nach den Hintergründen von Jasons Handlungen. So super sich auch die Geschichte zwischen den beiden entwickelt, so ernst ist leider auch der Hintergrund von Jason.

Ich muss ehrlich sagen, ich war richtig gefangen von dem Buch. Maya Shepherd hat einen super Schreibstil, man fliegt förmlich durch das Buch und mag es gar nicht weglegen. Oft habe ich auch vergessen, dass sich alles im Jahre 1965 abspielt, und war immer wieder verwundert, wenn die Jahreszahl auftauchte. Das Buch ist sehr empfehlenswert, die Charaktere sind frisch und aufgeweckt, es gibt witzige Stellen, aber auch sehr nachdenkliche Dialoge, ein wirklich gelungenes Buch.