Sonntag, 13. August 2017

#WortZumSonntag [13.08.2017]


Heute gibt es mal etwas, was ich eben entdeckt habe. Und zwar gibt es bei Gedanken-Vielfalt immer das Wort zum Sonntag zu einem bestimmten Thema. Leider wird die Aktion aufgrund der geringen Teilnahme geschlossen, aber hey, das Thema heute mache ich mit, denn es betrifft mich :)

Homosexualität

Obwohl es mittlerweile (ich meine, hallo, wir leben in 2017) eigentlich keine Frage mehr sein sollte, wie man zu genau diesem Thema steht, ist es dennoch immer wieder viel diskutiert. Und ja, vielleicht fragen sich nun einige neuere Leser, in wie weit ich damit zu tun habe. Eigentlich wird das jetzt wahrscheinlich doch ein wenig privat, aber ich bin da doch auch ziemlich offen ^^

Falls es noch nicht bekannt war: ich bin seit nun mehr als neun Jahren in einer Beziehung - wir sind mittlerweile auch verlobt - mit einer Frau. Es wären wahrscheinlich schon mehr als 12 Jahre, aber wenn man zu Anfang einer Beziehung um die 800km entfernt voneinander wohnt, sich nur in den Ferien für vielleicht eine Woche sehen kann, dann klappt das leider nicht immer so ;) aber wir haben 2008 wieder zusammen gefunden und sind seit damals nicht mehr auseinander zu bekommen. 

Klar, am Anfang war das seltsam. Ich weiß noch, wie meine Freundin (ja, ich sag es immer noch, statt Verlobte >w<) das erste Mal bei mir daheim zu Besuch war, meine Familie wusste nicht, dass wir zusammen waren und meine Momma hatte erst zum Ende hin gefragt, ob wir ein Paar wären und ob ich nun lesbisch sei.
Allerdings definiere ich mich nicht über ein Wort. Ja, ich liebe eine Frau, aber ich würde mich nicht als lesbisch bezeichnen. Ich hatte auch andere Beziehungen, zu Frauen, zu Männern, was mich wohl bisexuell macht. Aber ich mein, das ist nur ein Wort und sollte kein Grund sein, jemanden zu mögen oder nicht. Mir geht es im Endeffekt um die Person und den Charakter dieser. Ich verliebe mich in die Art und nicht in das Geschlecht. 

Ich finde es schade, dass im 21. Jahrhundert immer noch sehr in Schubladen gedacht wird. Dass niemand zu dem stehen kann, was er ist oder was er sein möchte, oder denjenigen zu lieben ohne gleich dumme Blicke oder herablassende Kommentare zu ernten. Niemand hat das Recht, mich zu be- oder verurteilen, vor allem, wenn man mich nicht kennt. Ich finde es schade, dass ich mich erklären muss. Denn nein, nur weil ich mit einer Frau zusammen bin, habe ich nicht gleich Interesse an jeder Frau, die mir über den Weg läuft (ich meine, ist ja auch nicht bei anderen so, oder?). Ich liebe meine Freundin (..Verlobte..ja... xDD) und mei, ja, sie hat dasselbe Geschlecht wie ich, und? Wäre sie ein Baum, würde ich sie auch lieben ;)

Meine Familie und auch mein damaliger Freundeskreis hat es sehr gut aufgenommen. Meine Momma erzählt mittlerweile immer, dass sie zwei Schwiegersöhne und eine Schwiegertochter hat, natürlich wird dann nachgefragt, wie das gehen soll, wo sie doch drei Töchter hat. aber sie erklärt es dann immer sehr stolz XD Auch in meinem Umfeld bin ich nie auf Ablehnung gestoßen, meist sind alle immer neugierig und fragen einen dann aus, das ist für die meisten dann auch viel unangenehmer als für mich :) 
Und ja, ich hatte auch im Freundeskreis selbst einige, die homosexuell waren. Sie waren genauso wie jeder andere. (Eigentlich schade, dass ich gerade zu meinen Schulfreunden keinen Kontakt habe, aber sowas passiert leider >w<)

Ich denke, wer sich durch Homosexuelle belästigt fühlt und das als eine Krankheit ansieht, lebt im falschen Jahrhundert. Sorry, aber da finde ich andere Arten doch ein bissl schlimmer.. 

So, mein Wort zum Sonntag :) 
Falls jemand Fragen hat, neugierig ist, kein Thema, fragt ^^ Wie gesagt, bei sowas bin ich eigentlich offen, weil ich mich nicht von irgendjemanden einschränken lasse oder mir sagen lasse, wen und was ich zu lieben habe. 
Habt noch einen schönen Sonntag, diesmal kommt ja auch die Sonne raus :)


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