Dienstag, 3. November 2015

"Kissing" von Katrin Bongard


Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Oetinger Taschenbuch

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 01.07.2015

ISBN: 978-3841503633










Kurzbeschreibung:

Emmy ist wie Jane Austens Emma eine leidenschaftliche Kupplerin. Ihr neuestes Opfer: ihr bester Freund Julian. Der steht auf Jungs, und als Emmy den attraktiven Noah entdeckt, glaubt sie den perfekten Kandidaten gefunden zu haben. Doch Noah interessiert sich viel mehr für Emmy und scheint auch nicht der Sunnyboy zu sein, für den sie ihn hält. Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen fühlt.

Meine Meinung:

Emmy will unbedingt ihren besten Freund Julian verkuppeln. Der steht auf Jungs und als sie Noah auf einer Studentenparty kennenlernt, weiß sie, er ist der Richtige für Julian. Sie und ihre Freundin Fiona sind vollkommen in ihrem Element und versuchen alles, um aus Julian und Noah ein Paar zu machen. Aber wer rechnet damit, dass sich die Kupplerin auch in den auserwählten Kandidaten ihres besten Freundes verliebt?

Mit einem lockeren und jugendlichem Schreibstil hat mich das Buch "Kissing" von Katrin Bongard sehr schnell eingefangen. Der Einstieg war für mich sehr leicht, man findet sich in die Handlung auch super schnell ein.

Emmy ist mir ein sympathischer Charakter, mit ihren 21 Jahren recht vernünftig und authentisch, mit den alltäglichen Schicksalsschlägen einer jungen Erwachsenen. Ich mochte sie schon von Anfang an, auch wenn ich mir in manchen Situationen doch gewünscht hätte, dass sie anders handeln würde.
Ihre Freunde Julian und Fiona sind mir auch gleich in Erinnerung geblieben. Am besten gefiel mir die Tatsache, dass Julian homosexuell ist und mit seinem Coming Out noch recht befangen ist. Das dieses Thema angesprochen wurde, hat das Buch meiner Meinung nach nochmal sehr angehoben.

Weniger gefiel mir, dass Emmy ihre Probleme nicht klar ausspricht und es so nur noch mehr Lügen fördert. Ich bin mir bewusst, dass die Geschichte gerade so verläuft, aber es war doch manchmal ein wenig frustrierend, dass man die Charaktere nicht packen konnte und in die richtige Richtung schieben konnte. Dennoch war der Verlauf der Story gut durchdacht.
Klischees wurden auch noch nett eingebaut, denn wer vergleicht nicht das Studentenleben mit vielen Partys? Ich war mir anfangs auch noch nicht so sicher, ob es mir gefällt, dass Emmy und auch Julian zur höheren Gesellschaft gehören, denn Geld spielt dann weniger eine Rolle, aber diese Zweifel legten sich ziemlich schnell, gerade weil Emmy und Julian doch sehr bodenständig rüberkamen.

Alles in allem ist "Kissing" doch eine erfrischende Lektüre, die sich super für Zwischendurch eignet. Das Ende war zwar nicht so mein Fall, lässt aber auf den zweiten Band ein wenig hoffen, ich bin da auf jeden Fall gespannt, wie sich die ganze Story weiter entwickelt und was aus Noah und Emmy letztendlich wird.

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